Fassadensanierung / Fugarbeiten:

 

Unter einer Sanierung versteht man im Bauwesen die baulich-technische Wiederherstellung oder Modernisierung eines Bauwerks oder mehrerer Bauwerke (bis hin zu ganzen Stadtvierteln), um Schäden zu beseitigen und/oder den Wohnstandard zu erhöhen. Häufig ist die energetische Sanierung Hauptziel einer Sanierung, manchmal eine Nutzungsanpassung (zum Beispiel barrierefreies Wohnen).

Eine Sanierung geht über die Instandhaltung und Instandsetzung hinaus. Sie kann erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz umfassen (zum Beispiel den Abriss und Neubau ganzer Fassaden) und impliziert meist eine Modernisierung. Die Sanierung der Grundsubstanz von Baudenkmälern kommt dann in Frage, wenn die Erhaltung des Gebäudes gefährdet ist. Nach Maßgabe des Denkmalschutzes muss die Denkmalbehörde bei diesen weitreichenden Eingriffen in das Baudenkmal die Grenze zwischen der substanzerhaltenden Sanierung und der reversiblen Restaurierung festlegen.

 

Putzarbeiten:

 

Als Putz oder Verputz bezeichnet man einen Belag aus Putzmörtel, der auf Mauerwerk oder Betonflächen an Außen- und Innenwänden sowie Decken aufgebracht wird.

Je nach Einsatzart erfüllt der Putz verschiedene Zwecke, z. B. Herstellung eines glatten Untergrundes zum Beschichten, Fliesen, Streichen oder Tapezieren, Regulierung der Raumfeuchte bei Innenputzen, Wärmedämmung und Wasserabweisung bei Außenputzen und die Herstellung eines ästhetischen Erscheinungsbildes.

 

Trockenbau:

 

Trockenbau ist eine Form des Herstellens von raumbegrenzenden, aber nicht tragenden Bauteilen im Bauwesen, die durch Zusammenfügen industrieller Halbzeuge erfolgt. Die Verbindung der Halbzeuge geschieht etwa durch Schrauben oder Stecken, es werden keine wasserhaltigen Baustoffe wie Mörtel, Lehm, Beton oder Putz verwendet. Trockenbauarbeiten werden dem Ausbau des Gebäudes zugerechnet. Die Bezeichnung Trockenbau grenzt sich also insbesondere gegen Betonbau, Mauerwerksbau und Lehmbau ab. Trockenbau ist eine Montagebauweise und zugleich eine Leichtbauweise. Trockenbau ist im Allgemeinen schneller und meist günstiger als ein entsprechendes Mauerwerk. Bauphysikalische Anforderungen bezüglich Wärme-, Kälte-, Schall-, Brand-, Feuchte-, Strahlenschutz und Schlagsicherheit können durch jeweilige Maßnahmen auch in Trockenbauweise erfüllt werden, zum Teil besser als mit herkömmlichen massiven Bauweisen.

 

Anbau -, Umbau -, Innenausbau:

 

Als Innenausbau oder kurz Ausbau werden alle Baumaßnahmen der Gewerke bezeichnet, die nicht zum Rohbau, also zur Erstellung der Gebäudehülle, oder der Haustechnik gehören.

Umbau bezeichnet im Bauwesen das bauliche Verändern eines bestehenden Bauwerkes. Die Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) nennt dies auch Bauen im Bestand und erlaubt dafür Zuschläge beim Honorar. Durch den Umbau soll das Bauwerk an heutige oder künftige Anforderungen angepasst werden.

Unter einem Anbau versteht man sowohl eine bauliche Maßnahme mit dem Zweck, die Nutzfläche eines bereits bestehenden Gebäudes zu erweitern, als auch das Ergebnis dieser Maßnahme, den entstandenen Gebäudeteil. Für einen Anbau muss eine Baugenehmigung vorliegen und er muss dem Vorgaben des öffentlichen Baurechts entsprechen.

 

 

Holz - und Bautenschutz:

 

Holz- und Bautenschützer erkennen und beseitigen Schäden, die durch tierische und pflanzliche Holzzerstörer verursacht werden. Sie bekämpfen Holz zerstörende Insekten und Pilze, führen vorbeugende Holzschutzmaßnahmen durch und trocknen durchfeuchtete Bauwerke. Sie führen Außen- und Innenabdichtungen an Bauwerken durch, die mit dem Erdboden in Berührung kommen. Sie sind weiterhin befähigt, feuchte- und salzgeschädigte Mauerwerke instand zu setzen.

 

Versieglung:

 

Bauwerksabdichtung bezeichnet das Abdichten eines Bauwerks gegen Feuchtigkeit. Dazu zählen alle Maßnahmen, die deren schädigenden Einfluss auf die Bausubstanz und die Nutzbarkeit verhindern sollen. Umgangssprachlich wird dabei vereinzelt auch von Isolierung gesprochen, fachsprachlich korrekt in Deutschland allerdings von Abdichtung. Bauwerksabdichtung bezeichnet nicht die Wärmedämmung von Gebäuden, steht mit dieser im Rahmen von Baukonstruktion und Bauphysik jedoch in engem Zusammenhang.

 

Fliesen -, Platten -, Estrichlegen:

 

Der Beruf verlangt sowohl fachliche Kenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten, als auch ästhetisches Empfinden und die Einflussnahme auf die gestalterische Wirkung seiner Arbeit auf ein Bauwerk. Fliesenleger verkleiden Wand- und Bodenflächen mit keramischen Fliesen, Platten aus Natur-, Werk- und Kunststeinen und Mosaiken.

Estrichleger stellen Estriche aus verschiedenen Materialien her. Dazu bereiten sie den Untergrund vor, stellen Estrichmörtel her und verarbeiten ihn. Sie bringen schwimmende Estriche, Verbundestriche oder Estriche auf Trennschichten ein, tragenKunstharzschichten auf und bauen Hohlraum- und Doppelböden ein. Weiterhin verlegen sie Oberböden aus Platten, Bahnen und Laminaten. Falls erforderlich bauen sie auch Dämmstoffe für den Wärme-, Kälte- und Schallschutz ein. Estrichleger arbeiten im Neubau und in der Sanierung.

 

Minéros:

 

Die wichtigste Anforderung an einen Restauriermörtel ist sich als „schwächstes“ Glied innerhalb der Fassade zu präsentieren. Er soll mögliche Schadenspotentiale „anziehen“ und somit die umgebende historische Substanz schützen, dabei jedoch eine gute Haltbarkeit zeigen. Das MINÉROSRestauriermörtel-System wurde speziell für Ergänzungen an mineralischen Baustoffen bzw. für deren Ersatz entwickelt. Da sich mineralische Baustoffe in ihrer Zusammensetzung (Gefüge, Porenraum, Farbigkeit, Körnung etc.) stark unterscheiden, muss der SES-Mörtel auf den Untergrund abstimmbar sein.Zur Herstellung der MINÉROS Restauriermörtel werden ausschließlich qualitätskontrollierte und hochwertige Rohstoffe verwendet. In der Regel ist das Bindemittel aus mehreren Rohstoffen zusammengesetzt. Bei diesen handelt es sich sowohl um unterschiedliche Zemente als auch um verschiedene Kalke. Zur Anpassung bestimmter Eigenschaften wird mit Zusatzmitteln gearbeitet.

 

Maurerarbeiten: 

 

Der Maurer ist der Hauptbauhandwerker des Rohbaus. Daher führt er bei kleineren Bauprojekten (Einfamilienhäuser) meist auch Beton-, Stahlbeton-, Estrich- und Putz- sowie Abdichtungs- und Entwässerungsarbeiten aus. Im Zuge der fortschreitenden Arbeitsteilung im Bauwesen haben sich für viele Bereiche des breiten Berufsbilds des Maurers zusätzlich Spezialisten mit engerem Berufsbild entwickelt, die vorwiegend auf größeren Baustellen tätig sind.